Transparency International hat am 10. Februar 2026 den Corruption Perceptions Index (CPI) in seiner 31. Auflage veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen eine anhaltend kritische Entwicklung: Der weltweite Durchschnitt sinkt auf 42 Punkte – der tiefste Wert seit einem Jahrzehnt.
Kernergebnisse des Index
Dänemark führt zum achten Mal in Folge mit 89 Punkten die Rangliste an, gefolgt von Finnland (88 Punkte) und Singapur (84 Punkte). Deutschland verbessert sich leicht und erreicht mit 77 Punkten den zehnten Platz – allerdings vier Punkte weniger als noch vor zehn Jahren. Von den 182 untersuchten Ländern erreichen 122 weniger als 50 Punkte.
Handlungsbedarf für Unternehmen
Der TI CPI gilt seit drei Jahrzehnten als internationaler Compliance-Standard. Die aktuellen Ergebnisse sollten Unternehmen zum Anlass nehmen, ihre Compliance-Management-Systeme zu überprüfen und anzupassen. Vor dem Hintergrund aktueller regulatorischer Entwicklungen – darunter der UK Economic Crime and Corporate Transparency Act 2023 sowie die geplante EU-Antikorruptionsrichtlinie – gewinnt die Integration der Index-Ergebnisse in unternehmerische Compliance-Management-Systeme weiter an Bedeutung.
Eric Mayer, Rechtsanwalt und Of Counsel bei GSK Stockmann, empfiehlt Unternehmen mit grenzüberschreitenden Geschäftsmodellen, die aktuellen TI-CPI-Ergebnisse gezielt in Compliance-Risikoanalysen, Health-Checks sowie Business-Partner-Due-Diligences einzubeziehen. Konsequentes Compliance-Risikomanagement bleibe auch 2026 die verlässlichste Grundlage für eine wirksame Haftungsreduktion.
Den vollständigen Artikel von Eric Mayer können Sie im Deutschen AnwaltSpiegel lesen: Der neue Korruptionswahrnehmungsindex 2025 von Transparency International – DeutscherAnwaltSpiegel
